3 Alternative Ideen zum Vermögensaufbau

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In diesem Artikel wird es NICHT um die klassischen Vermögenswerten wie Immobilien, Aktien, Rohstoffen, Kapitallebensversicherungen, Bausparverträgen oder was es noch an Investitionsmöglichkeiten gibt gehen. Dieser Leitfaden soll viel mehr Alternativen zu den Klassikern aufzeigen und zum Umdenken einladen. Aber vorab, muss ein Thema kurz angerissen werden. Keine Schulden machen! Denn nur wer keine Schulden hat kann sich glücklich schätzen und ist somit wirklich frei. Wer Schulden hat, ist im Zweifel der Bank, den Gläubigern und weiteren Dritten verpflichtet und muss diesen, im schlimmsten Fall, seine Wertgegenstände überlassen.

Gott, vergib mir meine Schuld. Meine Gläubiger weigern sich.“ (Autor unbekannt)

Einfacher gesagt als getan! Doch wer ein Vermögen aufbauen möchte, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies nur möglich ist, indem man weniger ausgibt als man einnimmt. Wem dies schwer fällt, weil man im Konsum-Dschungel schnell mal den Überblick verliert, sollte sich schnellstmöglich einen Haushaltsplan zulegen. Hier werden alle Ein- und Ausgaben vermerkt, sodass ein rascher Überblick über das noch vorhandene Vermögen erlangt werden kann.

Des Weiteren sei hier noch angemerkt, dass mit Schulden – Konsumschulden – gemeint sind. Schulden, um in den Vermögensaufbau zu investieren, d.h. etwas in die Zukunft vorzufinanzieren, mit dem später Gewinne erzielt werden, werden in diesem Leitfaden nicht als Schulden interpretiert!

Im Folgenden werden 3 Alternativen zur Vermögensbildung vorgestellt.

1. Diamanten
Diamanten sind die begehrtesten Klassiker unter den Edelsteinen. Weltweit gibt es nur 30 aktive Diamantminen und neue sind nur schwer zu finden. Der Markt für Diamanten ist somit begrenzt und die Nachfrage steigt stetig. Experten prophezeien bereits, dass in den kommenden 5 Jahren die Angebotsmenge an Diamanten knapp wird. Jedoch sollte man sich vor dem Diamantenkauf einige Fragen stellen: Worauf sollte man beim Diamantenkauf überhaupt achten? Und wo kann man die besten Diamanten kaufen? Im Internet? Beim Juwelier? Und anhand welcher Qualitätsmerkmalen erkenne ich eine gute Investition? Hier bieten die 4C’s (Cut, Carat, Colour und Clarity) für den Anfang eine sehr gute Entscheidungs- und Orientierungshilfe:

– Cut = Der Schliff: Sonderformen haben oft Liebhabercharackter und finden nur schwer Abnehmer. Setzten Sie am besten auf einen Brillanten.
– Carat = Das Gewicht: Unter Karat (Abkürzung ct) versteht man die Einheit, in der das Gewicht eines Diamanten gemessen wird – ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Grundsätzlich gilt: Sind alle anderen Faktoren gleichwertig, sind Diamanten mit einer höheren Karatzahl wertvoller als Diamanten von geringerem Gewicht.
– Colour = Die Farbe: Je feiner das Weiß, desto wertvoller ist ein Diamant. Gefärbte Steine eignen sich nicht als Geldanlage.
– Clarity = Die Reinheit: Brillanten sollten möglichst ohne Risse, Beschädigungen, etc. sein. Wird unter einer 10-fachen Vergrößerung kein Mangel erkannt, so gilt der Brillant als “lupenrein”.

Betrachtet man den Verlauf der Diamantenpreise der letzten Jahrzehnte, erkennt man eine außerordentliche Sicherheit und Kontinuität in der Wertzunahme. So konnten in den zurückliegenden Jahren Renditen von 6% – 8% pro Jahr (bei Steinen unter 1 Karat) und über 25% bei Steinen mit über 1 Karat verzeichnet werden. Alleine diese Daten sollten dazu animieren, sich mit Anlagebrillanten näher zu beschäftigen.

2. Crowdfunding
Der Begriff Crowdfunding stammt aus dem englischen und setzt sich aus den Wörtern „crowd“ = „Gruppe“ und „funding“ =„Finanzierung“ zusammen. Kurz gesagt, geht es um die Finanzierung durch eine Personengruppe. Als deutsches Synonym wird in diesem Zusammenhang auch die Bezeichnung „Schwarmfinanzierung“ verwendet.

Aber wie funktioniert eigentlich Crowdfunding? Beim Crowdfunding können zum Beispiel Start-ups, denen das notwendige Eigenkapital fehlt, ihre Produkte oder Ideen auf verschiedenen Plattformen im Internet präsentieren. Ziel ist es nun, für das Produkt oder die Idee eine vorher festgelegte Summe an Eigenkapital einzusammeln, um das Projekt zu starten. Es beteiligen sich somit Privatpersonen in Form einer stillen Beteiligung an dem Unternehmen und stellen auf diese Weise das benötigte Kapital zur Verfügung. Bei dieser durchaus interessanten Form des Investments erhält man, je nach Vereinbarung, eine Gegenleistung in Form von zugesicherten Rechten, Sachwerten oder bestimmte Dienstleistungen. Die Investitionen sind jedoch immer zweckgebunden, d.h. die investierten Gelder müssen auch zweckgebunden eingesetzt werden. Je nach Projekt gibt es unterschiedliche Beteiligungsstufen, sodass auch Kleinanleger sich beteiligen können. In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Plattformen, die Start-ups die Möglichkeit geben ihre Ideen und Projekte zu bewerben. Zwei der bekanntesten Plattformen in Deutschland sind Startnext und Seedmatch.

3. Acker und Wiesen
Der Trend geht in eine eindeutige Richtung. Nicht nur die reichen und schönen können sich Land leisten. Auch Normalverdiener können sich schon für wenig Geld ein kleines Waldstück oder Ackerland leisten. Der Vorteil dieses ungewöhnlichen Investments liegt nahe: Man besitzt einen Sachwert! Und dieser Sachwert bringt im besten Fall seinem Besitzer auch einen Nutzen ein. Wer auf seinem Stück Land Lebensmittel oder Holz heranwachsen lässt kann langfristig gesehen eine sinnvolle Investition getätigt haben. Wenn die Benzinpreise in Zukunft weiter in die Höhe steigen, werden wir es uns bald nicht mehr leisten können, Lebensmittel aus entfernten Ländern einfliegen zu lassen. Aus diesem Grund ist es interessant unbebauten Grund und Boden in Deutschland zu besitzen. Alleine schon als Besitzer eines Waldes ist man unabhängig von Gas und Heizöl und kann im Notfall seinen Kaminofen selbst befeuern. Dabei ist es nicht einmal notwendig, dass man seinen Wald selbst bewirtschaftet oder dort selbst Bäume fällt. Eine Möglichkeit ist, die Nutzfläche zu verpachten und von Profis bewirtschaften zu lassen. Ziel eines solchen Investments ist jedoch in erster Linie der Kapitalerhalt. Die Rendite spielt hier eher eine untergeordnete Rolle. Im Zuge der immer weiterreichenden Globalisierung und Privatisierung ist die Investition in Grund und Boden aus heutiger Sicht eine sinnvolle Überlegung.

Wie bereits erwähnt sollen diese Alternativen zum Umdenken einladen. Wie bei einem Buffet, kann sich jeder aus dem Angebot den Teil aussuchen, der einem am meisten zusagt. Wichtig ist sich vor Augen zu halten, dass die meisten Menschen ihre Altersvorsorge auf gerade mal zwei Säulen verteilt haben: die Immobilie und die Kapitallebensversicherung. Da diese Formen des Vermögensaufbaus mittlerweile so nicht mehr lukrativ sind, weil sie nicht einmal mehr zum Kapitalerhalt beitragen, ist es unbedingt notwendig sich Gedanken über weitere Möglichkeiten zur Vermögensbildung bzw. Altersvorsorge zu machen.

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