Altersvorsorge Modelle – Welche die sichersten?

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Altersvorsorge Modelle – Welche sind die sichersten?

Wer kennt nicht die Vorfreude auf den wohl verdienten Ruhestand? Schließlich fängt mit 66 bzw. 67 Jahren das Leben an. Doch die Rechnung mit der Rente kann natürlich nur dann aufgehen, wenn man schon in jungen, respektive in erwerbsfähigen Jahren für das Alter vorgesorgt hat. Und genau darin liegt die Herausforderung! Wie viel soll oder muss man für die Rente sparen? Und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der Traum vom unbekümmerten Rentnerdasein nicht potenziell absturzgefährdet ist?

Goldkauf? Ja oder Nein?
Gold als vermeintlich zeitlose Wertanlage setzt immer dann zu preislichen Höhenflügen an, wenn das Vertrauen der Menschen in die Währung ihres Landes, die Politik oder beides abnimmt. Aus diesem Grund sind die Kurse für Gold immer auch ein Spiegel der gefühlten bis tatsächlichen Wirtschaftslage eines Landes.

Da die Kurse teilweise stark schwanken, kann man als Privatmann mit günstig eingekauftem Gold einen persönlichen Liquiditäts-Tsunami auslösen oder mit teuer bezahltem Gold nach der Hausse wieder reichlich Geld einbüßen. Gold ist nur dann eine empfehlenswerte Geldanlage, wenn man ein wachsames und geschultes Auge auf die viel zitierten Märkte hat. Im schlimmsten Fall hat man sehr viel Geld für seine Goldreserven hingeblättert und bekommt im späteren Bedarfsfall nur noch einen Bruchteil seines Gesparten zurück.

Wertpapiere ohne Wert?
Die Zeiten, in denen solide Wertpapiere von Unternehmen als robuste Rentengaranten gehandelt wurden, sind leider Geschichte. Aktien und Spekulationspapiere bieten in Zeiten der Globalisierung schon längst nicht mehr die sicheren Anlagewerte. Wer, aufgrund von höherer Renditen als bei Anleihen, dennoch mit Aktien und Co. langfristig Geld verdienen will, muss das Herz eines Zockers, die Ruhe eines Pokerprofis und vorallem starke Nerven haben. Dies wird immer wieder bei beispiellosen Abstürzen von Aktien deutlich, bei denen ungezählte gutgläubige Aktionäre mitsamt ihrem mühsam angesparten Hab und Gut auch ihre Altersvorsorge den Kursbach runtergehen sehen. Der Mythos vom Blue Chip, also von jener Aktie, deren Wert im Portfolio kontinuierlich und ohne Zutun stetig ansteigt, ist schon vor Jahren mit einem großen Börsen-Knall zerplatzt. Letztendlich gilt, wer vorhat sein Geld langfristig in Aktien zu investieren, sollte sich vorab mit der Materie „Börsenmarkt und Aktienhandel“ auseinandersetzen. Darüber hinaus sollte nicht zuviel Wert auf vermeintliche Insider-Tipps gelegt werden, um nicht am Ende mit leerem Bankkonto dazustehen.

Wohnst du noch oder investierst du schon?
Derzeit scheinen Grund- und Immobilienbesitz die einzige verlässliche Kapitalanlage für einen finanziell angemessenen Ruhestand zu sein. Die eigene Wohnung oder das eigene Haus bieten sich als ge- und beschützter Wohnraum an, der seinen Besitzern die höchste existenzielle Sicherheit im Bereich der Kapitalanlagen gewährt. Allerdings nur dann, wenn die Finanzierung der Immobilie sicher gestemmt werden kann und die eigenen vier Wände mit einem gewissen Weitblick bereits barrierearm gestaltet wurden. Besonders beliebt ist jenes Finanzierungsmodell, bei dem ein solventer und zuverlässiger Mieter im Rahmen eines guten Mietverhältnisses mit seinem monatlichen Mietzins den vom Wohnungsbesitzer aufgenommenen Kredit Rate um Rate abbezahlt. So ist der endgültige Eigentumsübergang nur eine Frage der Zeit und die eingenommene Miete verwandelt sich nach und nach in Eigentum. Ob die Immobilie zu guter letzt im Rentenalter tatsächliche selbst bewohnt oder gegebenenfalls wieder verkauft wird, muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Die Immobilienleibrente beispielsweise ermöglicht es Immobilienbesitzern, den Wert ihrer Immobilie in eine lebenslange Zusatzrente umzuwandeln.

Fazit
„Die“ sichere Altersvorsorge existiert nicht.

Gold ist im Ernstfall wohl nicht unbedingt als 100-prozentige Altersvorsorge geeignet. Für die Spekulation mit Aktien, sollte ein gewisses Grundverständnis der Finanzmärkte und in der jetzigen Situation vorallem starke Nerven vorhanden sein. Wohneigentum eignet sich nahezu für jeden Anleger. Gerade wenn, die Immobilie vorab barrierearm gestaltet wird und diese dann als Rentner selbst genutzt werden kann. Andernfalls lässt sich aber auch der Wert einer Immobilie zu einer lebenslangen Zusatzrente umwandeln.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf einen Mix aus mehreren Kapitalanlagen setzen und sich sein persönliches Anlage-Portfolio nach belieben zusammenstellen. Wer es möglich machen kann, sollte in seiner eigenen komfortablen Wohnung leben und dabei zusätzlich sowohl auf monetäre Ersparnisse als auch auf anderweitige Wertanlagen mit möglichst geringem spekulativem Anteil zugreifen können. Das erfordert allerdings das rechtzeitige Angehen des Themas Altersvorsorge, für das es sicherlich nie zu früh ist.

(Foto: oonightshiftoo / Piqza.de)

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