Die Rürup-Rente – Was sie kann und für wen sie sich eignet

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Die Rürup-Rente ist eine staatliche geförderte Sparform, die sich an Sparer richtet, die nicht von der Riester Rente oder Betriebsrenten profitieren. Damit sind in erster Linie Selbstständige,. Freiberufler und Unternehmer gemeint, die Rente an sich kann aber auch von Angestellten und Beamte genutzt werden. Ziel ist es, auch Selbstständigen eine kapitalgedeckte Altersvorsorge zu ermöglichen.

So funktioniert die Rürup-Rente
Über die Rürup-Rente werden monatliche Sparpläne unterstützt, die entweder als fondsgebundene Versicherung (Fondspolice), Fondssparplan und klassische Rentenversicherung vorliegen können. Die Förderung erfolgt dabei über die Anerkennung der Beträge für diese Anspar-Verträge als Sonderausgaben. Diese sind dann steuerlich absetzbar. Derzeit gelten dafür derzeit jährlich 22.172 Euro bei Ledigen und 44.344 Euro bei Verheirateten als Höchstbeträge. So können jährlich derzeit 3.360 Euro als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden, ab 2025 sollen es sogar 4.200 Euro pro Person sein.

Auch bei der Auszahlung der Rente gibt es steuerliche Vorteile. Die monatlichen Leistungen sind bis 2040 nur bedingt steuerpflichtig. Der steuerpflichtige Anteil steigt dabei jedes Jahr und ein Prozent an, ab 2040 sind die Leistungen komplett zu versteuern. Während der Ansparzeit ist das Guthaben einer Rürup Rente nicht pfändbar und der Wert des Vertrages wird auch nicht bei der Berechnung von Arbeitslosengeld II mit eingerechnet.

Einschränkungen bei der Rürup-Rente
Die Sparpläne bei der Rürup-Rente müssen in jedem Fall mit einer monatlichen Zahlweise versehen sein. Dazu sind die Verträge nicht kündbar sondern können maximal beitragsfrei gestellt werden. Dann müssen keine Beiträge mehr gezahlt werden, dass Guthaben ist aber erst zum vereinbarten Zeitpunkt (meistens Rentenbeginn) verfügbar. Für die Fondsparpläne muss ein entsprechendes Depotkonto verfügbar sein, bei der Rentenversicherung ist ein Vertrag dazu notwendig.

Das Kapital aus der Rürup-Rente ist in der Ansparphase sowie in der Rentenphase nicht vererbbar und verfällt ersatzlos. Um sich dagegen abzusichern bieten die Rentenkassen teilweise Zusatzversicherungen an. Ob die Nutzung dieser Zusatzpolicen sinnvoll ist muss jeder selbst entscheiden.

Für wen lohnt sich eine Rürup-Rente?
Die Rürup-Rente wird oft als Rentenversicherung für Besserverdienende kritisiert, da die steuerlichen Vorteile größer sind je höher der individuelle Steuersatz ist. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen bieten aber die geförderten Sparformen mit Fondsparplänen durchaus gute Renditechance bei gleichzeitigen steuerlichen Vorteilen. Beim Abschluss einer Rürup-Rente sollte man die Sparform prüfen. Nur Anlageformen mit einem staatlichen Zertifikat werden auch gefördert. Das Bundeszentralamt für Steuern hält dafür eine entsprechende Informationsseite bereit.

Prinzipiell können auch Angestellte eine Rürup Rente nutzen, wenn sie hohe rentenversicherungspflichtige Einkommen haben. Die steuerlichen Abzüge würden sich dann auch für sie positiv bemerkbar machen.

Welche Alternativen zur Rürup Rente gibt es?
Alternativen zur Rürup-Rente für Selbstständige und Freiberufler gibt es wenige, da der Rentenaufbau für sie nur in wenigen Fällen gefördert wird. Der klassische Weg ist in diesem Bereich immer noch die Anschaffung von fremd-genutzten Immobilien bzw. die Geldanlage in diesem Bereich. Auf diese Weise erreicht man ebenfalls die Kombination von staatliche Förderung und Vermögensaufbau.

Wer sich für eine Rurüp Rente entscheidet, sollte aufgrund der komplexen rechtlichen Regelungen auf jeden Fall fachliche Hilfe durch einen Berater in Anspruch nehmen. Es ist auch sinnvoll den Steuerberater dazu zu nehmen um die Steuervorteile abschätzen zu können.

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